Auf dem technischen Prüfstand: Der Internetauftritt eines Handwerksbetriebs

Auf dem technischen Prüfstand: Der Internetauftritt eines Handwerksbetriebs

Die Firmenhomepage gehört weiterhin zu den tragenden Säulen in der Öffentlichkeitsarbeit eines Handwerksbetriebs. Wer im Internet Neukunden gewinnen möchte, muss seine Besucher mit aktuellen, spannenden Inhalten, einem ansprechenden Design und nützlichen Serviceangeboten überzeugen. Letztlich geht es darum, wahrgenommen zu werden, sich und sein Können möglichst teuer zu verkaufen. Dabei gilt: Erfolg im Internet ist auch eine Frage der richtigen Technik. Die folgenden Tipps helfen Handwerksbetrieben, Schwachstellen in ihrem Internetauftritt aufzudecken, und zeigen auf, wie sich technische Defizite beheben lassen. 

Beim Webdesign ist Flexibilität schon lange Trumpf

Seit Jahren steigt die Zahl der mobilen Internetzugriffe auf Webseiten an. Umso wichtiger ist, dass die Seitendarstellung, die Navigation, die bereitgestellten Services und Kontaktmöglichkeiten unabhängig von der Bildschirmgröße des verwendeten Geräts fehlerfrei und bedienfreundlich funktionieren (Stichwort: Responsive Design). Es ist daher empfehlenswert, den eigenen Auftritt einfach mal mit dem Smartphone und Tablet ausgiebig auf Optimierungsmöglichkeiten „abzuklopfen“. Wie es um die Mobiltauglichkeit einer Website bestellt ist, zeigen zudem auch kostenlose Online-Tools wie beispielsweise von Google.

Sicherheitstechnische Standards einhalten 

Die Google-Suche bevorzugt in den Trefferlisten Webseiten, die ihre Inhalte über verschlüsselte Datenverbindungen an die Browser ausliefern. Eine SSL-geschützte Übertragung erkennt man in der Adresszeile des Webbrowsers, an einem vorangestellten Verschlüsselungssymbol und/oder der „https://“-Kennung, mit der beim Aufruf einer Webseite die Adresse (URL) beginnt. Realisiert wird diese Verschlüsselung über SSL-Zertifikate. Letztere stellen Webhoster wie zum Beispiel webgo ihren Kunden neben Server-Rechenleistung und Webseiten-Speicherplatz als zusätzlichen Service bereit.

Beispiel Spamschutz: Für eine sichere Kontaktaufnahme über E-Mail-Formulare sollten die Kunden vor dem Nachrichtenversand nachweisen, dass sie keine Roboter sind (I’m not a robot) und dazu Bilderrätsel lösen oder verschwommen eingeblendete Zeichenfolgen eingeben. Solche für die Webseitenbesucher zwar unkomfortablen Captcha-Mechanismen bieten im Gegenzug höheren Schutz gegenüber sogenannten Spambots oder „Harvestern“, die im Internet automatisiert E-Mailadressen „abernten“, an die dann nervige Spam-Nachrichten verschickt werden. 

Auch bei der Registrierung für zusätzliche Webdienste wie den Newsletter oder auch den eigenen Online-Shop etc. sind zur zweifelsfreien Identifizierung Sicherheitsmaßnahmen wie die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) heute Standard. Dazu gehört häufig der automatisierte Versand einer E-Mail mit Bestätigungslink an die angegebene E-Mail-Adresse. Erst mit einem Klick auf den Link wird dann die eingetragene Mailadresse des Besuchers verifiziert und dessen Registrierung erfolgreich abgeschlossen.

Hohe Performance und kurze Ladezeiten bringen die Website nach vorne

Im Internet erfolgreiche Handwerksbetriebe achten darauf, die Geduld ihrer Webseitenbesucher so wenig wie möglich zu strapazieren. Denn wer warten muss, geht einfach woandershin. Schließlich ist der nächste Betrieb nur einen Link weit entfernt. Erste Anhaltspunkte wie es um die Performance der eigenen Homepage steht, geben Online-Tests, die beispielsweise unter https://developers.google.com/speed/pagespeed/insights/ oder auch https://www.thinkwithgoogle.com/intl/de-de/feature/testmysite/ zu finden sind.

Lahmt der eigene Auftritt, kann dies verschiedene Ursachen wie eine (temporär) schlechte mobile Internetanbindung auf Nutzerseite haben oder auch von bewusst gewählten datenintensiven, animierten Inhalten kommen. Abgesehen davon gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die Website-Performance zu verbessern. Das fängt bei der Wahl einer geeigneten CMS(Content Management System)-Lösung samt effizienter Webdesign-Vorlagen („Themes“) an, setzt sich über eine schlanke Programmierung fort und hört bei der Wahl eines leistungsstarken Webhosting-Pakets bei einem vertrauenswürdigen Partner, der seine Server in Deutschland vorhält, noch lange nicht auf. Webgo setzt bei seinen CMS-Hosting-Paketen für zusätzliche Performancegewinne unter anderem auch auf die gegenüber konventionellen Festplatten höheren Lesegeschwindigkeiten der SSD-Speicher.

Ein guter Internetauftritt bringt nur neue Kunden, wenn er auch auf Anhieb gefunden wird

Verschlüsselte Datentransfers, kurze Ladezeiten, die passende Verschlagwortung (Metatags), eine gute Verlinkung mit anderen Webseiten … Wer in der Gunst der Google-Suchmaschine oben stehen möchte, muss seinen Internetauftritt kontinuierlich optimieren. Kostenlose SEO-Checker (Beispiel: https://www.seobility.net/de/seocheck/) dienen als Orientierungshilfe, wenn es darum geht, selbst einzuschätzen, wo man bei der Suchmaschinenoptimierung steht. Tipp: Unter anderem empfiehlt sich, das Tracking-Tool Google Analytics in den Seitenquellcode zu integrieren. Wer sich als Handwerksbetrieb selbst intensiver mit dem Thema SEO beschäftigen und seine Suchmaschinenoptimierung in die eigene Hand nehmen möchte, kann dazu beispielsweise gegen eine geringe monatliche Gebühr auf SEO-Werkzeuge wie den webgo RankingCoach zurückgreifen. 

Fazit

In der heute unverzichtbaren Öffentlichkeitsarbeit eines Handwerksbetriebs spielt eine Website, die inhaltlich, aber auch technisch dem neuesten Stand entspricht, eine zentrale Rolle. Das heißt aber auch: Der Internetauftritt muss – ähnlich wie der gesamte Betrieb – als eine stetige Baustelle betrachtet werden, auf der es immer etwas zu tun gibt und dessen Performance und Weiterentwicklung jeder Handwerksunternehmer immer im Auge behalten sollte.

Foto: bestpixels / stock.adobe.com

Netzwerk Handwerk.DIGITAL

Gemeinsam mit Experten und anhand erfolgreicher Beispiele aus der Praxis beleuchten Netzwerk Handwerk und Netzwerk Handwerk.DIGITAL richtungsweisende Themen beleuchtet. 

Inspiriert sind die Schwerpunkte von der Trendmap Handwerk, die 25+8 zentrale Trends im Handwerk bis ins Jahr 2025 aufzeigt.

Zielgruppe der analogen und digitalen Veranstaltungen sind:

  • Handwerksunternehmer
  • Start-ups
  • Architekten und
  • Planungsbüros

DIE TRENDMAP HANDWERK

Die Trendmap Handwerk wirft einen Blick in die Zukunft und beleuchtet die Trendthemen der Branche. Sie umfasst vier große Cluster: Automation | Engagement | Marketing | Networking

„25 Trends für 2025“ – so ist der Titel der Trendmap Handwerk, die einen Blick in die Zukunft der Branche wirft. Auf der Internationalen Handwerksmesse 2019 wurden die Trendmap Handwerk und sechs Trends daraus vorgestellt.

Entwickelt wurde die Trendmap von Trendforscher Peter Wippermann, Gründer der Trendforschungsagentur Trendbüro, zusammen mit der GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH, die die Internationale Handwerksmesse veranstaltet.

Vom Einsatz neuer Werkzeuge wie Drohnen, 3-D-Drucker und Cobots über Softwarelösungen für die Optimierung von Betriebsabläufen bis zur Positionierung des eigenen Unternehmens als Marke – das Handwerk hat in den vergangenen Jahren eine spannende Entwicklung erlebt.

Dieter Dohr, Vorsitzender der Geschäftsführung der GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH, erklärt: „Die Internationale Handwerksmesse als Leitmesse für das gesamte deutsche Handwerk, ist immer wieder Bühne für Ideen und Innovationen, auf der Besucher die Trends aus dem und für das Handwerk erleben.

Als führender Messeveranstalter für das Handwerk in Deutschland wollen wir nun einen Schritt weitergehen und gebündelt die wichtigsten Entwicklungen aufzeigen, die das Handwerk in den kommenden Jahren beeinflussen. Durch die Trendmap Handwerk sollen Betriebe erkennen, in welche Richtung sich die Branche entwickelt, welche Chancen sich daraus ergeben und was sie beachten müssen, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein.“