Förderprogramme in Deutschland: Mehr finanzieller Spielraum für die Digitalisierung

Übersicht Förderungprogramme Digitalisierung in Deutschland

Viele Handwerksunternehmen sehen zwar dringenden Handlungsbedarf, wagen sich aber noch (zu) zögerlich an das Thema „Digitalisierung“ heran. Die finanziellen Spielräume sind häufig begrenzt. Für teure Experimente fehlen Zeit und Geld. Wer die Mittel für die geplanten Modernisierungsmaßnahmen nicht allein aus dem Tagesgeschäft und aus Rücklagen „abzweigen“ kann, wird sich in der Regel bei seiner Hausbank um ein Darlehen bemühen. Die Kosten wären in der derzeitigen Niedrigzinsphase zumeist das kleinere Problem. Allerdings geben sich die Kreditinstitute häufig relativ zugeknöpft. Im Unterschied zum Bau eines neuen Firmengebäudes stehen bei „abstrakten“ Digitalisierungsvorhaben die fehlenden Sicherheiten einer Kreditvergabe entgegen.

Mit etwas Kreativität und Durchhaltevermögen können Handwerksunternehmen ihre Digitalisierungspläne und innovativen Projekte dennoch erfolgreich umsetzen. Und zwar mit entsprechenden Förderprogrammen, die darin unterstützen, das finanzielle Risiko zu minimieren. Neben dem Bund und der Europäischen Union legen auch die Bundesländer unterschiedliche Förderprogramme auf.

Was wird gefördert?

Die Art der Förderung ist vielfältig. Sie reicht von Zuschüssen und zinsgünstigen Darlehen, Bürgschaften über die anteilige Finanzierung von Beratungsleistungen, Anschaffung von Hardware und Software, Workshops, Blended-Learning-Programme, Weiterbildungsmaßnahmen, Wettbewerbe bis hin zu Expertenfeedback. Gefördert werden je nach Programm Start-ups und etablierte Unternehmen sowie kleinere oder komplexe Digitalisierungsvorhaben.

Die Maßnahmen haben Namen wie DIGI-Zuschuss, Innovationsgutschein, Digital-Bonus oder Digitalisierungsscheck. Gemeinsam ist allen, dass sie Maßnahmen fördern, die zu einem Digitalisierungsfortschritt des Unternehmens führen.

Wichtig ist, sich im Vorfeld zu informieren, was genau im jeweiligen Programm gefördert wird. „Vor allem hinsichtlich innerbetrieblicher Weiterbildungsmaßnahmen, die zunehmend in Anspruch genommen werden, sollte man ganz genau prüfen, inwiefern diese vom jeweiligen Förderprogramm auch abgedeckt werden“, rät Michael Elbs, Unternehmensberater für Digitalisierung. „Viele Maßnahmen sind zeitlich befristet oder nur so lange gültig, bis die ursprünglich bereitgestellten Mittel vergeben sind.“ Unter bestimmten Voraussetzungen ist auch die Kombination mehrerer Förderangebote möglich. Wichtig: In der Regel müssen die Mittel bereits vor dem Projektstart beantragt worden sein. Manche Förderprogramme sind einmalig angelegt, andere wiederum können innerhalb eines bestimmten Zeitraumes mehrmals in Anspruch genommen werden.

Wie funktioniert eine Förderung?

Bund und Länder setzen zur Abwicklung ihrer Förderprogramme zumeist Banken als Projektträger ein. Die Antragstellung erfolgt entweder über die Hausbank oder über freie Unternehmensberater, die auch die Antragstellung der jeweiligen Förderung übernehmen. Beratungen sind auch über die Handwerkskammern möglich. Selbst den Antrag zu stellen ist nicht ganz einfach. „Die Online-Formulare sind in der Regel sehr komplex gestaltet. Wer sich nicht auskennt, tut sich mit dem Ausfüllen der Formulare schwer“, betont Michael Elbs. „Das ist ärgerlich, zumal, wenn damit dann auch das Digitalisierungsvorhaben begraben oder verzögert wird, weil der erste Enthusiasmus durch formale Hürden gebremst wird.“ Professionelle Hilfe ist also auf jeden Fall ein guter Weg, um eine Förderung zu bekommen. Freie Unternehmensberater unterstützen im Vorfeld darin, zu analysieren, welche Prozesse im Unternehmen digitalisiert werden sollen, und arbeiten bei Bedarf gemeinsam eine Strategie aus, bevor es an die eigentliche Antragstellung geht. Unternehmen profitieren bei privaten Beratern von deren Wissen und tiefer Einsicht in die Materie, was nötig ist, um das optimale Förderprogramm zu ermitteln.

Förderprogramme

Nachfolgend finden Sie einen Überblick über die wichtigsten Förderprogramme zur Digitalisierung kleinerer und mittlerer Unternehmen im Handwerk. Voraussetzung für eine Förderung auf Landesebene ist immer der Firmensitz im jeweiligen Bundesland. Dabei ist zusätzlich zu beachten, dass manche Programme nur zwei bis drei Jahre laufen oder durch neue ersetzt oder ergänzt werden. Bitte beachten Sie, dass es hinsichtlich der allgemeinen Entwicklung in Sachen Corona-Virus zu Veränderungen oder Streichungen der einzelnen Förderprogramme kommen kann.

I. Bundesfördermittel

go-digital

KMU der gewerblichen Wirtschaft und des Handwerks mit weniger als 100 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von maximal 20 Millionen Euro können in diesem bundesweit verfügbaren Programm vergünstigte Beratungsleistungen zu den Themenfeldern Digitale Geschäftsmodelle, Digitale Markterschließung und IT-Sicherheit beantragen. Die Furcht vor hohem bürokratischem Aufwand scheint unbegründet: Die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) autorisierten, ansonsten frei wählbaren Beratungsunternehmen übernehmen auch Antragstellung, Abrechnung und Dokumentation. Förderfähig sind insgesamt maximal 30 Beratertage innerhalb von sechs Monaten. Die Förderquote liegt bei 50 Prozent.

www.bmwi-go-digital.de

 

ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit (KfW)

Die größte Förderbank KfW bietet hier vergünstigte Darlehen für Investitionen und Betriebsmittel. Die maximale Kreditsumme liegt bei 25 Millionen Euro. Kreditvergaben werden über die zwischengeschaltete Hausbank abgewickelt. Letztere prüft die Förderwürdigkeit und Bonität und reicht die vergünstigten Konditionen der KfW an den Kreditnehmer weiter. Noch interessanter als die niedrigen Zinsen ist eine optionale Haftungsfreistellung in Höhe von 70 Prozent. Vorteil: Das geförderte Unternehmen haftet zwar weiterhin zu 100 Prozent, muss aber nur noch für 30 Prozent der Kreditsumme Sicherheiten bei der Hausbank hinterlegen. Förderfähig sind KMU mit bis zu 250 Mitarbeitern.

www.kfw.de

 

unternehmensWert:Mensch plus

Das Förderprogramm soll kleinen und mittleren Unternehmen zu nachhaltigen Strategien und neuen Konzepten verhelfen, mit denen sie die Möglichkeiten der Digitalisierung profitabel nutzen können. Die Leistung bezieht sich auf die Einrichtung betrieblicher „Lern- und Experimentierräume“ und professionelle Prozessberatung.

Förderfähig sind Betriebe ab einem Mitarbeiter (sozialversicherungspflichtig Beschäftigter in Vollzeit), die mindestens zwei Jahre am Markt sind.

Voraussetzung ist der Besuch einer kostenfreien Erstberatung zur Ermittlung der Förderwürdigkeit. Die Förderquote liegt bei 80 Prozent und umfasst zwölf Beratungstage. Als zeitlicher Rahmen für den Beratungsprozess werden fünf bis sechs Monate empfohlen.

www.unternehmens-wert-mensch.de

 

Soforthilfe für Handwerksbetriebe durch Unternehmensberater 

Ab sofort können Handwerksunternehmen, die unter den wirtschaftlichen Auswirkungen aufgrund des Coronavirus leiden, Förderungen für Beratungen beim BAFA beantragen. Bewilligt werden Beratungen bis zu einer Höhe von 4.000 Euro für kleine und mittlere Unternehmen. Möglich macht dies eine modifizierte Richtlinie der „Förderung unternehmerischen Know-hows“.

Die Folgen des Coronavirus haben die deutsche Wirtschaft fest im Griff. Um schnelle Lösungen für wirtschaftliche Engpässe zu finden, bieten externe BAFA-Unternehmensberater hilfreiche Unterstützung an. Ob es darum geht, Bereiche des Unternehmens aufgrund von veränderten betrieblichen Anforderungen zu digitalisieren, neue Geschäftsfelder zu erschließen oder Liquiditätsengpässe zu entschärfen – eine Unternehmenssicherungsberatung ist für viele Handwerksunternehmen jetzt existenziell. Weil schnelle Hilfe gefordert ist, hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) die bestehende Rahmenrichtlinie zur Förderung unternehmerischen Know-hows um ein Modul für durch Corona in Schwierigkeiten geratene KMU ergänzt. Damit gewährt der Bund schnelle und unbürokratische finanzielle Hilfe für Betriebe, die eine Unternehmensberatung zurate ziehen. Anträge können zunächst bis 31. Dezember 2020 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) als Bewilligungsbehörde eingereicht werden. 

Was leistet der BAFA-Unternehmensberater?

Der Unternehmensberater analysiert den Ist-Zustand des Unternehmens und die konkreten Auswirkungen im Zusammenhang mit Corona. Auf dieser Basis gibt er Handlungsempfehlungen bzw. arbeitet ein Maßnahmenpaket aus. Das können Liquiditätspläne sein oder auch praktische Tipps zur Kommunikation. „Gerade in der Kommunikation ist der Bedarf jetzt immanent“, so BAFA-Berater und Digitalisierungsexperte Michael Elbs. „Betriebe wollen und müssen ihre Kommunikationstools optimieren, um ihr Tagesgeschäft und ihre Wettbewerbsfähigkeit weiterhin zu sichern“, erklärt der Unternehmensberater. „Aber auch Handlungsempfehlungen hinsichtlich Auslastung und Terminierung sind gefragt, da der normale Geschäftsbetrieb ganz neuen Anforderungen weichen muss.“ Viele Betriebe sind nicht in der Lage, langfristige Folgen abzuschätzen. „Ein Sanitärbetrieb, dessen Ausstellung momentan geschlossen ist, wird möglicherweise erst im Herbst einen Umsatzeinbruch verbuchen. Hier ist es wichtig, schon jetzt an den richtigen Stellschrauben zu drehen und erforderliche Maßnahmen einzuleiten.“ Als Maßnahmen nennt Elbs kurzfristige Kredite, die Realisierung von Projekten nur noch mit Anzahlung oder die Einigung mit Lieferanten auf längere Zahlungsziele.

Förderhöhe

Betroffene Unternehmen erhalten eine 100-prozentige Förderung der in Rechnung gestellten Beratungskosten, maximal 4.000 Euro (Vollfinanzierung). Um eine Vorfinanzierung der betroffenen Betriebe zu vermeiden, überweist das BAFA den Zuschuss direkt an das Beratungsunternehmen. Auch die sonst verpflichtende Einreichung eines Kontoauszuges, der die Bezahlung der Beratungsrechnung an den Unternehmensberater belegt, ist zunächst ausgesetzt. Bis zur Erreichung der maximalen Zuschusshöhe ist es möglich, mehrere Beratungen in Anspruch zu nehmen. Die Beratungen müssen sich dabei in jedem Fall auf die durch die Corona-Krise verursachte wirtschaftliche Schieflage des Unternehmens beziehen. 

Umfang der Beratungen

Pro Beratungsschwerpunkt können insgesamt fünf Tage (die nicht zwingend aufeinander folgen müssen) in Ansatz gebracht werden.

Fördervoraussetzungen

Antragsberechtigt sind KMU, die aufgrund des Coronavirus in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind.  Beratungen können komplett online stattfinden. Ein Pflichttermin vor Ort beim Kunden entfällt vorerst.

Wie finde ich einen BAFA-Berater?

Unternehmensberater müssen sich als BAFA-Berater mit diversen Nachweisen qualifizieren. Sie finden einen Hinweis auf die Qualifikation „BAFA-Berater“ in der Regel auf der jeweiligen Internetseite des Beratungsunternehmens. 

Die Förderung der Maßnahmen erfolgt ausschließlich aus Mitteln des Bundes.
Antragstellung bis einschließlich 31. Dezember 2020. 

Weitere Informationen zur Antragstellung unter: https://www.bafa.de/DE/Wirtschafts_Mittelstandsfoerderung/Beratung_Finanzierung/Unternehmensberatung/unternehmensberatung_node.html

BAFA-Förderprogramm: „Förderung unternehmerischen Know-hows“

Das neue Förderprogramm „Förderung unternehmerischen Know-hows“ ist ein Zusammenschluss der bisherigen Programme „Förderung unternehmerischen Know-hows durch Unternehmensberatung“, „Gründercoaching Deutschland“, „Turn-Around-Beratung“ und „Runder Tisch“.

Gefördert werden allgemeine Beratungen zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung. Außerdem können zusätzlich zu einer allgemeinen Beratung spezielle Beratungsleistungen unterstützt werden, zum Beispiel von Unternehmen, die von Frauen geführt werden, oder zum Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz.

Der Fördersatz liegt zwischen 50 und 90 Prozent, maximale Förderhöhe 3.200 Euro, und ist unter anderem auch abhängig vom Standort des Unternehmens.

www.bafa.de

NEU ab 09.2020: „Digital Jetzt – Investitionsförderung für KMU“

Gefördert werden KMU und Handwerksbetriebe mit 3 bis 499 Mitarbeitern in zwei Modulen:

  • Investitionen in digitale Technologien, insbesondere Hard- und Software (Modul 1), sowie
  • Investitionen in die Qualifizierung der Mitarbeiter zu Digitalthemen (Modul 2).

Unternehmen können in einem oder in beiden Modulen eine Förderung beantragen.

Ziel des Programms ist es, die Digitalisierung der Geschäftsprozesse zu fördern, um den Unternehmen neue Geschäftsmodelle zu ermöglichen. Darüber hinaus werden die Mitarbeitenden befähigt, die Chancen der Digitalisierung zu erkennen, zu bewerten und die Digitale Transformation im Unternehmen voranzubringen.

Maximale Förderhöhe in der Regel 50 TEUR, (bei Wertschöpfungsketten und -netzwerken 100 TEUR pro Antragsteller); minimale Förderhöhe 17TEUR bei Modul 1 und 3 TEUR bei Modul 2

Förderquote gestaffelt nach Unternehmensgröße bis zum 30.06.2021 (Corona-Anpassung):

  • Bis 50 Mitarbeiter bis zu 50 %
  • Bis 250 Mitarbeiter bis zu 45 %
  • Bis 499 Mitarbeiter bis zu 40 %

Förderquote gestaffelt nach Unternehmensgröße ab 01.07.2021:

  • Bis 50 Mitarbeiter bis zu 40 %
  • Bis 250 Mitarbeiter bis zu 35 %
  • Bis 499 Mitarbeiter bis zu 30 %

Erhöhte Förderquote:

  • Investitionen in strukturschwachen Regionen (+10 Prozentpunkte)
  • Investitionen von mehreren KMU innerhalb eines Wertschöpfungsnetzwerks oder einer
    Wertschöpfungskette (+5 Prozentpunkte)
  • Investitionen in die IT-Sicherheit, inkl. Datenschutz (+5 Prozentpunkte)

Keine Förderung u.a. für:

  • Standardsoftware (übl. Betriebssysteme und Bürosoftware)
  • Standardhardware, soweit kein direkter inhaltlicher Bezug zum Digitalisierungsvorhaben oder den Förderzielen erkennbar ist
  • Ersatz- und Routineinvestitionen
  • Erstmalige IKT-Grundausstattung
  • Beratungsleistungen

Informationen zum Förderprogramm „Digital Jetzt“ finden Sie auch auf der Internetseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi):
https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/digital-jetzt.html. Hier finden Sie auch „Wichtige Fragen und Antworten rund um die Förderung“.

Förderanträge können ab dem 07. September 2020 über ein Online-Antragstool eingereicht werden, das über die Internetseite zugänglich sein wird.

Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM)

Gefördert werden KMU und die mit ihnen zusammenarbeitenden wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen. Drei unterschiedliche Programme fördern Einzel- und Kooperationsprojekte sowie Kooperationsnetzwerke.

Einzelprojekte

FuE-Projekte in Unternehmen, um die unternehmensinterne Innovationskompetenz zu entwickeln. Dienst- und Beratungsleistungen, die Innovationen betreffen, werden zusätzlich gefördert.

Kooperationsprojekte

FuE-Kooperationsprojekte (technologie- und branchenunabhängig) zwischen kleinen und mittleren Unternehmen sowie KMU und Forschungseinrichtungen zur Entwicklung innovativer Produkte, Verfahren oder technischer Dienstleistungen.

Kooperationsnetzwerke

Förderung von Netzwerkmanagementdienstleistungen und der Entwicklungsprojekte des Netzwerks. Die Netzwerke bestehen aus mindestens sechs KMU sowie weiteren möglichen Partnern wie Forschungseinrichtungen, Großunternehmen u. a.

www.zim.de

II. Landesfördermittel

Berlin

Transfer BONUS

Gefördert werden technologieorientierte KMU, die gemeinsam mit Wissenschafts- bzw. Forschungseinrichtungen Innovationen vorantreiben, mit Zuschüssen von bis zu 45.000 Euro. Bis zu 70% Kostenzuschuss für gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten.

Transfer BONUS fördert die Kooperation zwischen technologieorientierten KMU in Berlin und Wissenschafts- bzw. Forschungseinrichtungen aus Berlin oder Brandenburg. Eine Förderung kann auch von nicht technologieorientierten KMU beantragt werden, die ein technologieorientiertes Projekt realisieren wollen. Ziel: Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen von der Idee bis zur Marktfähigkeit sowie qualitative Verbesserungen bestehender Produkte und Prozesse. Unternehmen können so vom Know-how der Wissenschafts- bzw. Forschungseinrichtungen profitieren. Umgekehrt erhält die Wissenschaft einen Einblick in die Anforderungen aus der Wirtschaft.

www.ibb-business-team.de

Bayern

Digitalbonus

Mit dem Digitalbonus werden kleine und mittelständische Unternehmen in Bayern bei der digitalen Transformation unterstützt. Schwerpunkt der Förderung bilden digitale Produkte, Prozesse und Dienstleistungen. Der Digitalbonus ermöglicht den Unternehmen, die Digitalisierung durch Hard- und Software zu realisieren und die IT-Sicherheit zu verbessern.

Er ist ein wichtiger Baustein der Initiative Bayern Digital.

Beim Digitalbonus Standard erhalten Betriebe einen Zuschuss von bis zu 10.000 Euro, beim Digitalbonus Plus bis zu 50.000 Euro für Maßnahmen mit besonderem Innovationsgehalt.

Der Fördersatz beträgt bei kleinen Unternehmen bis zu 50 Prozent und bei mittleren Unternehmen bis zu 30 Prozent der förderfähigen Ausgaben.

www.digitalbonus.bayern.de

Baden-Württemberg

Innovationsfinanzierung 4.0

Mit dem Förderprogramm unterstützt die L-Bank kleine und mittlere Unternehmen in Baden-Württemberg bei Investitionen in die Digitalisierung. Darüber hinaus sind auch innovative Vorgaben zur Entwicklung neuer bzw. verbesserter Produkte oder Prozesse und die Entwicklung oder Einführung eines neuen, innovativen Geschäftsmodells förderfähig.

Die L-Bank bietet das Programm mit drei Förderschwerpunkten an: Innovative Vorhaben, Digitalisierungsvorhaben, Innovative Geschäftsmodelle (neu). Hier werden Unternehmen branchenunabhängig bei der Anpassung an neue Wertschöpfungsketten unterstützt. Kleine und mittlere Unternehmen erhalten einen Tilgungszuschuss. Finanzierung: Förderdarlehen im Hausbankenverfahren mit Tilgungszuschuss

Kredithöhe: 10.000 bis 5 Mio. Euro, bei größeren Unternehmen bis 25 Mio. Euro.

www.l-bank.de

(Bitte entnehmen Sie die aufgrund der Entwicklungen in Sachen Corona-Virus entstandenen geänderten Förderbedingungen der Website www.l-bank.de!)

Digitalisierungsprämie

Die Digitalisierungsprämie ist eine Fördermaßnahme der „Initiative Wirtschaft 4.0“ des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg, die Teil der landesweiten Digitalisierungsstrategie „digital@bw“ ist.

Gefördert werden nur diejenigen Projekte, die noch nicht gestartet sind.

Die Fördersumme liegt zwischen 10.000 und 100.000 Euro. Bei Darlehen von 10.000 Euro bis einschließlich 50.000 Euro erhalten die Unternehmen einen Tilgungszuschuss von 5.000 Euro. Bei höheren Darlehen beträgt der Tilgungszuschuss 10 Prozent der Darlehenssumme.

www.l-bank.de

(Bitte entnehmen Sie die aufgrund der Entwicklung in Sachen Corona-Virus entstandenen geänderten Förderbedingungen der Website www.l-bank.de!)

Innovationsgutschein Hightech Digital

Mit dem Innovationsgutschein Hightech Digital werden pilotartige Forschungs- und Entwicklungsvorhaben im Rahmen der Realisierung anspruchsvoller digitaler Produkte und Dienstleistungen gefördert, wie zum Beispiel digitale Transformation von Geschäftsmodellen, Anwendungsprojekte Industrie 4.0, vernetzte Systeme und Prozesse, Internet der Dinge, Smart Services, hochflexible Automatisierung, Big-Data-Projekte, Simulationsmodelle, Anwendung von Virtual und Augmented Reality oder Embedded Systems.

Der Zuschuss beträgt bis zu 20.000 Euro und deckt bis max. 50 Prozent der Ausgaben ab, die dem Unternehmen in Rechnung gestellt werden. Zum Erhalt der Höchstfördersumme müssen demnach mindestens 40.000 Euro (netto) an förderfähigen Ausgaben nachgewiesen werden.

www.wm.baden-wuerttemberg.de

Brandenburg

Brandenburgischer Innovationsgutschein (BIG-Digital)

Der BIG-Digital fördert unter anderem Digitalisierungsmaßnahmen im eigenen Unternehmen in Form eines Zuschusses von 50 %, maximal jeweils 50.000 Euro für das Modul Beratung und Schulung (Laufzeit sechs Monate) und maximal 500.000 Euro für das Modul Implementierung bei einer Laufzeit von 36 Monaten.

www.ilb.de

Hessen

DIGI-Zuschuss

Das Land Hessen fördert KMU bei der konkreten Einführung neuer digitaler Systeme sowie der Verbesserung der IT-Sicherheit, um den Digitalisierungsgrad in den Handwerksunternehmen zu erhöhen und Wachstumspotenziale zu schaffen. Unternehmen erhalten bis zu 10.000 Euro als Zuschuss zu ihrem Digitalisierungsprojekt. Gefördert werden Projekte ab zuwendungsfähigen Sachausgaben in Höhe von 4.000 Euro. Der Fördersatz beträgt bis zu 50 Prozent.

www.wibank.de

Niedersachsen

Niedrigschwellige Innovationsförderung für KMU und Handwerk

Die Nbank fördert anwendungsnahe niedrigschwellige Entwicklungsvorhaben, wie zum Beispiel verbesserte oder neue Produkte, Produktionsverfahren, Dienstleistungen sowie neue betriebliche Ablauf- und Organisationsformen. Der Zuschuss wird bis zu 35 Prozent bzw. maximal 100.000 Euro gewährt.

 www.nbank.de

Nordrhein-Westfalen

Mittelstand.Innovativ! – Innovationsgutscheine und Digitalisierungsgutscheine

Die Initiative fördert anteilig Ausgaben für externe Analyse- und Beratungsleistungen sowie Entwicklungs- und Umsetzungsmaßnahmen. Kleine Unternehmen erhalten eine Erstattung von 70 Prozent. Fördersumme: 10.000 bis 15.000 Euro. Voraussetzung für die Förderung mit einem Digitalisierungsgutschein ist Abschluss des Projektes innerhalb eines Jahres ab Zustellung des Bewilligungsbescheides.

www.ptj.de

Rheinland-Pfalz

BITT: Beratungen zu Innovation und Technologietransfer Rheinland-Pfalz

Das Förderprogramm BITT bezuschusst technologieorientierte Beratung, wie zum Beispiel Beratungen durch freie Beraterinnen und Berater/Beratungsunternehmen oder Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer, Beratungen zum organisatorischen Aufbau eines betriebsspezifischen Qualitätsmanagementsystems, Beratungen zum organisatorischen Aufbau eines betriebsspezifischen Innovationsmanagementsystems, Begutachtung von technologieorientierten Fördervorhaben, Inanspruchnahme von Informationsvermittlungsstellen/Datenbankrecherchen.

Die Förderung erfolgt in Form eines Zuschusses zu den von der Beraterin oder dem Berater in Rechnung gestellten Beratungskosten. Die förderfähigen Beratungskosten belaufen sich auf bis zu 800 Euro je Tagewerk. Der Zuschuss beträgt 50 % der in Rechnung gestellten Beratungskosten, maximal 400 Euro pro Tagewerk. Ein Tagewerk umfasst mindestens acht Beratungsstunden (inkl. Vor- und Nachbereitung sowie Berichterstellung und Fahrzeiten). Zuwendungsfähig sind maximal 15 Tagewerke je Unternehmen innerhalb von drei Steuerjahren.

Beratung und Antrag laufen über die Industrie- und Handelskammern und die Handwerkskammern des Landes. Bewilligung und Auszahlung des Zuschusses erfolgen durch die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB).

www.isb.rlp.de

Sachsen

E-Business

Neben Programmen zur Technologieförderung, Verbesserung der Informationssicherheit und Wachstumsfinanzierung für Handwerksbetriebe bietet das Land mit dem Programm „E-Business“ finanzielle Unterstützung bei der Einführung und Weiterentwicklung fortschrittlicher Informations- und Kommunikationstechnologien. Auch Beratungen hinsichtlich Ist-Erfassung und Umsetzung von Digitalisierungsmaßnahmen werden gefördert (Programm Betriebsberatung/Coaching) sowie Weiterbildung der Mitarbeiter, die im Zusammenhang mit dem Thema Digitalisierung stehen (Weiterbildungsscheck). Dadurch können sie neue Absatzmöglichkeiten erschließen, unternehmensinterne Prozesse optimieren, aber auch Geschäftsprozesse mit Kunden und Lieferanten gerade vor dem Hintergrund einer voranschreitenden Digitalisierung abbilden.

www.sab.sachsen.de

Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt DIGITAL

Das Förderprogramm „Sachsen-Anhalt DIGITAL“, das mit Unterstützung von EU-Mitteln neu aufgelegt wird, setzt sich zusammen aus der erweiterten Richtlinie „Digital Creativity“ und der neuen Richtlinie „Digital Innovation“. Mit „Digital Creativity“ werden Unternehmen bei der Entwicklung von Apps, Webseiten oder crossmedialen Projekten mit bis zu 90 Prozent (max. 130.000 Euro) gefördert. Schwerpunkt von „Digital Innovation“ sind die digitalen Prozesse in den Unternehmen. Gefördert werden insbesondere die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle sowie die Digitalisierung von Produkten, Produktionsprozessen und Geschäftsabläufen. Unternehmen erhalten einen Zuschuss von bis zu 70 Prozent (max. 70.000 Euro).

www.ib-sachsen-anhalt.de

Thüringen

Digitalbonus

Gefördert werden die Digitalisierung von Betriebsprozessen sowie von Produkten und Dienstleistungen und/oder die Einführung oder Verbesserung von Informations- und Datensicherheitslösungen, wie zum Beispiel Nutzung von Cloudtechnologien.

Die Förderung beträgt bis zu 50 Prozent der Ausgaben, höchstens jedoch 15.000 Euro. Die förderfähigen Ausgaben müssen mindestens 5.000 Euro betragen und dürfen grundsätzlich 150.000 Euro nicht übersteigen.

www.aufbaubank.de

Bremen

Innovationen & Digitalisierung

Die BAB fördert im Rahmen der Digitalisierung in Unternehmen beispielsweise Beratungen, die hoch qualifizierte Branchenexpertinnen und -experten und Unternehmen zusammenbringt. Die FEI-Förderung unterstützt mit Zuschüssen und Darlehen dabei, Technologien zu entwickeln, zu erproben und einzuführen.

www.bab-bremen.de

Hamburg

Hamburg-Kredit Innovation

Mit zinsgünstigen Darlehen werden Investitionen und Betriebsmittel, insbesondere für Markteinführung und Wachstum, Produktentwicklung und Digitalisierung, gefördert. Voraussetzung: Das KMU muss innovativ sein und mindestens einem Förderkriterium des Europäischen Investitionsfonds (EIF) entsprechen. Gefördert werden bis 100 Prozent der förderfähigen Kosten, 25.000 bis 1,5 Mio. Euro Darlehenssumme, Auszahlung: 100 Prozent.

www.ifbhh.de

Mecklenburg-Vorpommern

DigiTrans

Das Programm DigiTrans bezuschusst anteilig innovative Ideen für neue digitale Geschäftsmodelle und Lösungen für die Umstellung von analogen auf digitale Prozesse. Zuwendungsfähig sind Ausgaben für Wirtschaftsgüter des Sachanlagevermögens von 8.000 bis 20.000 Euro.

www.lfi-mv.de

Saarland

DigitalStarter

Gefördert werden Unternehmen bei der Einführung neuer digitaler Systeme, wie zum Beispiel die Einführung oder Verbesserung von Produkten, Prozessen und Dienstleistungen durch Informations- und Kommunikationstechnologie (Hard- und Software), Ausgaben für die Optimierung der IT-Sicherheit sowie bei der Migration bisheriger Daten und Transfer von Software auf die neuen Systeme.

Unternehmen können mit der Fördermaßnahme bis zu 10.000 Euro als Zuschuss zu ihrem Digitalisierungsprojekt erhalten. Gefördert werden Projekte mit Ausgaben von mindestens 5.000 Euro. Der Fördersatz beträgt bei kleinen Unternehmen bis zu 35 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, höchstens jedoch 10.000 Euro.

www.digitalstarter.saarland

III. Förderungen aus EU-Finanzmitteln

Horizont 2020

Das Programm orientiert sich an den Bedürfnissen von KMU und bietet eine Vielzahl an Förderangeboten für kleine und mittlere Unternehmen. Einer davon ist die Informations- und Kommunikationstechnologie. Insbesondere jene Projekte werden unterstützt, die eine innovative Projektidee zur Marktreife bringen möchten. Hier bieten die Programme Unterstützung bei der Markteinführung, beim Erschließen von Finanzierungsquellen, Networking und Training an.

Fördersumme max. 50.000 Euro.

www.nks-kmu.de

Finanzielle Förderung beschleunigt Digitalisierung

Ob es sich um kleine Digitalisierungsprojekte oder um komplexe Digitalisierungsvorhaben handelt, die den ganzen Handwerksbetrieb umkrempeln: Es empfiehlt sich in jedem Fall, sich intensiv mit dem Thema Förderung auseinanderzusetzen und die einzelnen Angebote zu vergleichen. So lässt sich die eigene Digitalisierung auch finanziell verträglich umsetzen.

(Stand der redaktionellen Recherche zu den Förderprogrammen: 7/2020).

Foto: © sepy / stock.adobe.com

Netzwerk Handwerk.DIGITAL

Gemeinsam mit Experten und anhand erfolgreicher Beispiele aus der Praxis beleuchten Netzwerk Handwerk und Netzwerk Handwerk.DIGITAL richtungsweisende Themen beleuchtet. 

Inspiriert sind die Schwerpunkte von der Trendmap Handwerk, die 25+8 zentrale Trends im Handwerk bis ins Jahr 2025 aufzeigt.

Zielgruppe der analogen und digitalen Veranstaltungen sind:

  • Handwerksunternehmer
  • Start-ups
  • Architekten und
  • Planungsbüros

DIE TRENDMAP HANDWERK

Die Trendmap Handwerk wirft einen Blick in die Zukunft und beleuchtet die Trendthemen der Branche. Sie umfasst vier große Cluster: Automation | Engagement | Marketing | Networking

„25 Trends für 2025“ – so ist der Titel der Trendmap Handwerk, die einen Blick in die Zukunft der Branche wirft. Auf der Internationalen Handwerksmesse 2019 wurden die Trendmap Handwerk und sechs Trends daraus vorgestellt.

Entwickelt wurde die Trendmap von Trendforscher Peter Wippermann, Gründer der Trendforschungsagentur Trendbüro, zusammen mit der GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH, die die Internationale Handwerksmesse veranstaltet.

Vom Einsatz neuer Werkzeuge wie Drohnen, 3-D-Drucker und Cobots über Softwarelösungen für die Optimierung von Betriebsabläufen bis zur Positionierung des eigenen Unternehmens als Marke – das Handwerk hat in den vergangenen Jahren eine spannende Entwicklung erlebt.

Dieter Dohr, Vorsitzender der Geschäftsführung der GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH, erklärt: „Die Internationale Handwerksmesse als Leitmesse für das gesamte deutsche Handwerk, ist immer wieder Bühne für Ideen und Innovationen, auf der Besucher die Trends aus dem und für das Handwerk erleben.

Als führender Messeveranstalter für das Handwerk in Deutschland wollen wir nun einen Schritt weitergehen und gebündelt die wichtigsten Entwicklungen aufzeigen, die das Handwerk in den kommenden Jahren beeinflussen. Durch die Trendmap Handwerk sollen Betriebe erkennen, in welche Richtung sich die Branche entwickelt, welche Chancen sich daraus ergeben und was sie beachten müssen, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein.“