Gewinnen Sie mit Online-Konfiguratoren neue Kunden

Gewinnen Sie mit Online-Konfiguratoren neue Kunden

Um den Aufwand für Kundenberatung und die Erstellung von Angeboten zu reduzieren, ist ein Online-Konfigurator ideal. Bietet er doch dem Kunden die Möglichkeit, sein Wunschprojekt – von Küche, Bad, Tisch bis hin zu Garagentor oder Pool – ohne Zeitdruck zu Hause online zusammenzustellen. Konfiguratoren sind der erste Schritt zum Auftrag.

Online-Konfiguratoren als wichtiges Tool im Vertrieb

Im Automobilsektor sind Konfiguratoren bereits Normalität. Anstatt wie früher im Autohaus Prospekte durchzublättern und im Verkaufsgespräch die gewünschte Ausstattung mit dem Verkaufsberater durchzugehen, informiert sich der Kunde heute zu Hause am Bildschirm, und stellt sein Fahrzeug auf dem Tablet oder Smartphone vorab zusammen. Modell, Farbe, Extras – am Ende steht der Preis des Wunschfahrzeugs und andere Daten, die eine gute Grundlage für das Gespräch im Autohaus bilden.

Nicht anders sieht es bei Online-Konfiguratoren im Handwerk aus. Auch hier können Visualisierungen, Angebote und Kostenvoranschläge einfach und intuitiv bereits im Vorfeld vom Kunden selbst erstellt werden. Ein Prozess, der vor Ort beim Handwerksunternehmen viel Zeit (und oft auch Nerven) kosten würde. Ob in 3-D-Ansicht oder sogar als VR-Anwendung, bei der virtuelle Räume erschaffen werden, in denen die Produkte präsentiert werden – die Möglichkeiten sind hier unerschöpflich. 

In einer frühen Phase punkten

Die erste Phase, die der Kunde bei seiner Suche im Web durchläuft, ist entscheidend. Wer hier ein leistungsstarkes Konfigurationstool einsetzt, bietet dem Kunden bereits einen maximalen Anreiz. Je mehr Informationen ihm zu diesem Zeitpunkt zur Verfügung stehen (Ausführungen, Farben, Größen, Preise), desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Kunde einen Auftrag abschließt. 

Wo ist der Einsatz eines Online-Konfigurators sinnvoll?

Es gibt kaum ein Gewerk, das von Online-Konfiguratoren nicht profitiert. Ob es sich um Küchen, Badezimmer oder Wohnräume handelt, die vorab so visualisiert werden, dass sie, inklusive Lichtkonzept, bereits vor der Fertigstellung in einer realen Ansicht verfügbar sind, oder ob es um Möbel oder Heizungen geht, die in Design, Funktionalität und Optik individuell angepasst werden.

Besonders der Möbelsektor ist ein Bereich, der sich relativ unkompliziert erschließen lässt. So können zum Beispiel Modelle von Tischen, Stühlen oder Betten in individuellen Maßen per Knopfdruck von allen Seiten visualisiert und anschließend bestellt werden. Größe, Holzart und andere Produktmerkmale können für einen individuellen Zuschnitt in die Konfigurationsmaske eingegeben werden. Neuerdings gehen Anbieter sogar so weit, den gesamten Herstellungsprozess des jeweiligen Möbelstückes mit Bildern oder Videos zu dokumentieren und an den Kunden zu schicken. Das schafft Nähe und Vertrauen und sorgt zudem für maximale Kundenerlebnisse. 

Orthopädietechniker bieten Schuheinlagen an, die – mittels Scan vom Fuß oder auf der Basis ärztlicher Daten per WhatsApp – online konfiguriert und bestellt werden können. Wandfarbe online aussuchen und die Farbwirkung in den eigenen Räumen virtuell testen oder die Solaranlage auf dem Dach unter Berücksichtigung des jeweiligen Stromtarifes und der Gebäudedaten online zuschneiden – möglich ist nahezu alles. Gleiches gilt für Terrassen, Balkone, Designkonfigurationen für Lichtschalter, Whirlpools, Carports, Treppen, Gerüstbau und viele andere Bereiche. 

Dranbleiben

Aber: Online-Konfiguratoren sind keine Selbstläufer. Kunden sind ungeduldig und Anfragen sollten deshalb immer sofort beantwortet werden. Mit zu langen Reaktionszeiten riskieren sie, dass der potenzielle Kunde mit einem Klick zum nächsten Anbieter wechselt. Mit einer schnellen Reaktionen zeigen Sie, dass Ihr Service top funktioniert. Das wiederum schafft Vertrauen beim Kunden.

Die Website muss SEO-optimiert sein

Gehen Sie ruhig davon aus, dass Neukunden konkret nach Konfiguratoren suchen. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Sie ermitteln, welche Keywords für Ihr Angebot relevant sind. Eine suchmaschinenoptimierte Website verschafft eine weitaus bessere Sichtbarkeit. SEO-Hilfe finden Sie im Netz, und es lohnt sich auf alle Fälle, in dieses Thema einzutauchen, um das Ranking zu optimieren. 

Potenzieller Kunde oder nicht?

Eine gute Idee, um das Potenzial eines Interessenten einzuschätzen, ist es, bei Anfragen Fotos von den entsprechenden Projekten anzufordern. Wer diese Hürde nimmt, kann er schon mal als potenzieller Kunde eingestuft werden. Besucher, die nur ein bisschen hier und da klicken möchten, betreibeen diesen Aufwand nicht.

Jetzt zählt der persönliche Kontakt

Der Kunde konfiguriert sein Projekt so lange, bis es Konturen gewinnt. Jetzt ist in der Regel eine persönliche Kontaktaufnahme erforderlich, bei der das Handwerksunternehmen mit Expertise und Know-how weitere Verkaufsgespräche führen kann. Kommt online bereits eine Bestellung zustande, empfiehlt es sich auf alle Fälle, zeitnah persönlichen Kontakt mit dem Kunden aufnehmen und seine Bestellung zu bestätigen. Dies zahlt auf guten Service und Kundennähe ein.

Technische Voraussetzungen 

Bei vielen Online-Konfiguratoren stehen größere Unternehmen dahinter, die diese Services für ihre Kunden anbieten. In diesem Fall entfällt der Programmieraufwand, der Konfigurator wird lediglich auf der Website implementiert. In der Regel ist dafür eine einmalige Einrichtungsgebühr und danach ein monatlicher Betrag zu bezahlen.

Die Zahlen, die Ihrem Angebot zugrunde gelegt werden, sollten selbstverständlich unabhängig vom Anbieter sein und es sollten individuelle Kalkulationszahlen zugrunde gelegt werden können. Auch die daraufhin geschlossenen Verträge sind alleinige Sache des Handwerksunternehmens. Ein großer Nachteil der Konfiguratoren, die über einen Hersteller laufen, ist die Abhängigkeit von dessen Produkten. Denn nur diese können konfiguriert werden.

Handwerksunternehmen können auch eigene Konfiguratoren programmieren lassen. Je nachdem, wie ausgefeilt das System sein soll, muss man dafür etwas tiefer in die Tasche greifen. Der Vorteil: Man ist nicht auf einen Produktanbieter fixiert.

Fazit

Online-Konfiguratoren sind ein gutes Beispiel dafür, dass Digitalisierung nicht nur effiziente Prozesse erzeugt, sondern auch die Möglichkeit birgt, interessante Angebote aus Kundensicht zu schaffen. Online-Konfiguratoren gelten deshalb als neuer Erfolg versprechender Vertriebszweig im Handwerk. 

Foto: © navee / stock.adobe.com

Netzwerk Handwerk.DIGITAL

Gemeinsam mit Experten und anhand erfolgreicher Beispiele aus der Praxis beleuchten Netzwerk Handwerk und Netzwerk Handwerk.DIGITAL richtungsweisende Themen beleuchtet. 

Inspiriert sind die Schwerpunkte von der Trendmap Handwerk, die 25+8 zentrale Trends im Handwerk bis ins Jahr 2025 aufzeigt.

Zielgruppe der analogen und digitalen Veranstaltungen sind:

  • Handwerksunternehmer
  • Start-ups
  • Architekten und
  • Planungsbüros

DIE TRENDMAP HANDWERK

Die Trendmap Handwerk wirft einen Blick in die Zukunft und beleuchtet die Trendthemen der Branche. Sie umfasst vier große Cluster: Automation | Engagement | Marketing | Networking

„25 Trends für 2025“ – so ist der Titel der Trendmap Handwerk, die einen Blick in die Zukunft der Branche wirft. Auf der Internationalen Handwerksmesse 2019 wurden die Trendmap Handwerk und sechs Trends daraus vorgestellt.

Entwickelt wurde die Trendmap von Trendforscher Peter Wippermann, Gründer der Trendforschungsagentur Trendbüro, zusammen mit der GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH, die die Internationale Handwerksmesse veranstaltet.

Vom Einsatz neuer Werkzeuge wie Drohnen, 3-D-Drucker und Cobots über Softwarelösungen für die Optimierung von Betriebsabläufen bis zur Positionierung des eigenen Unternehmens als Marke – das Handwerk hat in den vergangenen Jahren eine spannende Entwicklung erlebt.

Dieter Dohr, Vorsitzender der Geschäftsführung der GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH, erklärt: „Die Internationale Handwerksmesse als Leitmesse für das gesamte deutsche Handwerk, ist immer wieder Bühne für Ideen und Innovationen, auf der Besucher die Trends aus dem und für das Handwerk erleben.

Als führender Messeveranstalter für das Handwerk in Deutschland wollen wir nun einen Schritt weitergehen und gebündelt die wichtigsten Entwicklungen aufzeigen, die das Handwerk in den kommenden Jahren beeinflussen. Durch die Trendmap Handwerk sollen Betriebe erkennen, in welche Richtung sich die Branche entwickelt, welche Chancen sich daraus ergeben und was sie beachten müssen, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein.“