Innovative Technologien wie Drohnen, 3-D-Druck und Datenbrillen erobern das Handwerk

Welches sind die innovativsten Technologien für eine digitale Zukunft im Handwerk? Drohnen, 3D-Druck oder das Eintauchen in virtuelle Welten mittels Datenbrille? Auswahl und Anwendungsszenarien sind riesig. 

Wir geben einen Einblick in die wichtigsten digitalen Technologien, die für Handwerksunternehmen komplett neue Dimensionen erschließen. Sowohl, was  die Optimierung von Arbeitsabläufen als auch die Kommunikation mit den Kunden betrifft. Wer sich jetzt mit den Themen auseinandersetzt, hat die Möglichkeit, frühzeitig Geschäftsfelder zu identifizieren, bei denen der Einsatz dieser digitalen Werkzeuge das Business um ein Vielfaches beschleunigen.  

3-D-Druck revolutioniert das Handwerk 

Der 3-D-Druck wird erhebliche Auswirkungen auf verschiedene Handwerksbereiche haben. Laut Heinz-Piest-Institut für Handwerkstechnik (HPI) werden Planer und Architekten diese Technologie zukünftig in noch stärkerem Umfang als bisher nutzen, um beispielsweise 3-D-Modelle der geplanten Gebäude effizienter und genauer anfertigen zu können. Aber auch im Beton- und Stahlbau sowie bei der Erstellung von Gebäudeisolationen, Kunststoffteilen oder Prototypen werden die additiven Techniken des 3-D-Drucks im Handwerk an Bedeutung gewinnen. 

Beim Kompetenzzentrum Ilmenau erfahren Sie mehr über Marktpotenziale, Anwendungsfelder und Geschäftsmodelle, unterschiedliche 3-D-Druck-Verfahren und -Materialien sowie Bearbeitungstechniken. 

Datenbrillen ergänzen die Realität mit virtuellen Räumen 

Die Themen Augmented Reality (AR) und Virtuelle Realität (VR) setzen Sie in Ihrem Unternehmen mithilfe von Datenbrillen um. Diese Arbeitshilfen sind mit einem großen Sichtfeld und Bewegungssensoren ausgestattet.

Eine Datenbrille erlaubt zum Beispiel in der Wartung und Reparatur komplexer Anlagen die dreidimensionale Einblendung von Gebäude- und Installationsplänen in der realen Umgebung, die der Servicemitarbeiter sieht. Die Integration technischer Daten ergänzt dieses Bild der Wirklichkeit und kann die Arbeit so deutlich vereinfachen. Somit profitieren durch diese Technologie sowohl Sie als Fachhandwerksunternehmer als auch Ihre Kunden von verbesserter Produktivität und verringertem Arbeitsaufwand. 

Wie diese „virtuelle Realität im Heizungskeller“ aussehen kann, zeigt Ihnen das Projekt „ARSuL“. Hier wird erforscht, wie Datenbrillen Sie im Alltag unterstützen können. 

Modernes Baustellenmanagement mit BIM 

Je größer und aufwendiger ein (Bau-)Projekt ist, desto mehr kommt es darauf an, die Zusammenarbeit aller Gewerke genau und jederzeit nachvollziehbar zu koordinieren. Building Information Modeling (BIM) steht für die durchgehende digitale Zusammenarbeit am Bau und macht dies möglich. Planer, Bauunternehmen und Handwerker sparen so Zeit und Geld. 

Als Fachhandwerker im Bereich Installation erkennen Sie zum Beispiel aus vorhandenen BIM-Daten schon beim Planen oder vor der Ausführung von Trassen, Lüftungskanälen, Leitungen, Durchbrüchen mögliche Kollisionen. Sie können so aufwendige Mehrarbeiten oder gar Bauverzögerungen von vornherein vermeiden. 

Wie BIM in der Praxis funktioniert, können Sie sich auf der Website von BIMPRAXIS anschauen. Ein Handwerksunternehmen demonstriert hier detailliert anhand eines real umgesetzten Auftrags, wie BIM Nutzen stiftet. 

Drohnen als fliegende Helfer

Kameradrohnen liefern mehr als nur Bildmaterial von unzugänglichen Stellen wie Dächern, Mauern, Türmen, Brücken etc. für Maurer, Maler, Gerüstbauer und andere Spezialisten des Handwerks. Die digitalen Bilder lassen sich perfekt mit den digitalen Plänen dieser Objekte kombinieren. 

Und wenn es (noch) keine Pläne gibt, können Sie diese aufgrund der digitalen Drohnenfotos oder -videos nachträglich – ebenfalls digital – erstellen. Hier schließt sich dann auch der digitale Kreis: Das Drohnenmaterial in Kombination mit BIM-Daten können Sie sich auch auf einer Datenbrille dreidimensional  ansehen. Sie verschaffen sich so eine reale Zustandsübersicht und haben gleichzeitig die Daten im Bild, die Sie brauchen. 

Zusammen mit einem per 3-D-Drucker ausgegebenen Modell – zum Beispiel eines Dachstuhls – können Sie Ihre Kunden von Ihrer Arbeit überzeugen und sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Perfekte Synergie!

Fazit

Kerngeschäft erweitern, Abläufe verbessern, Dienstleistungen innovieren. Die hier aufgeführten Beispiele für digitale Zukunftstechnologien im Handwerk zeigen Ihnen nur einige der vielen Möglichkeiten auf, mit denen Sie Ihr Geschäft durch den Einsatz moderner digitaler Werkzeuge und Services voranbringen können. Wichtig für Sie: Bleiben Sie auch in der Wissensbeschaffung in Sachen Digitalisierung dran, um nicht den Anschluss zu verlieren!

Foto: © W PRODUCTION / stock.adobe.com

Netzwerk Handwerk.DIGITAL

Gemeinsam mit Experten und anhand erfolgreicher Beispiele aus der Praxis beleuchten Netzwerk Handwerk und Netzwerk Handwerk.DIGITAL richtungsweisende Themen beleuchtet. 

Inspiriert sind die Schwerpunkte von der Trendmap Handwerk, die 25+8 zentrale Trends im Handwerk bis ins Jahr 2025 aufzeigt.

Zielgruppe der analogen und digitalen Veranstaltungen sind:

  • Handwerksunternehmer
  • Start-ups
  • Architekten und
  • Planungsbüros

DIE TRENDMAP HANDWERK

Die Trendmap Handwerk wirft einen Blick in die Zukunft und beleuchtet die Trendthemen der Branche. Sie umfasst vier große Cluster: Automation | Engagement | Marketing | Networking

„25 Trends für 2025“ – so ist der Titel der Trendmap Handwerk, die einen Blick in die Zukunft der Branche wirft. Auf der Internationalen Handwerksmesse 2019 wurden die Trendmap Handwerk und sechs Trends daraus vorgestellt.

Entwickelt wurde die Trendmap von Trendforscher Peter Wippermann, Gründer der Trendforschungsagentur Trendbüro, zusammen mit der GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH, die die Internationale Handwerksmesse veranstaltet.

Vom Einsatz neuer Werkzeuge wie Drohnen, 3-D-Drucker und Cobots über Softwarelösungen für die Optimierung von Betriebsabläufen bis zur Positionierung des eigenen Unternehmens als Marke – das Handwerk hat in den vergangenen Jahren eine spannende Entwicklung erlebt.

Dieter Dohr, Vorsitzender der Geschäftsführung der GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH, erklärt: „Die Internationale Handwerksmesse als Leitmesse für das gesamte deutsche Handwerk, ist immer wieder Bühne für Ideen und Innovationen, auf der Besucher die Trends aus dem und für das Handwerk erleben.

Als führender Messeveranstalter für das Handwerk in Deutschland wollen wir nun einen Schritt weitergehen und gebündelt die wichtigsten Entwicklungen aufzeigen, die das Handwerk in den kommenden Jahren beeinflussen. Durch die Trendmap Handwerk sollen Betriebe erkennen, in welche Richtung sich die Branche entwickelt, welche Chancen sich daraus ergeben und was sie beachten müssen, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein.“