Mit Business-Apps und Smartphone sicher kommunizieren

Mit Business-Apps und Smartphones sicher kommunizieren

Durch den immer selbstverständlicheren Einsatz mobiler Endgeräte wie Smartphones und Tablets erfreut sich auch die Business-App steigender Beliebtheit. Wie sieht es mit der Sicherheit dieser Miniprogramme und von Mobilgeräten generell aus? Nachstehend ein Überblick.

Welchen Stellenwert hat Sicherheit in der IT?

IT-Sicherheit dient grundsätzlich dem Schutz von IT-Systemen vor potentiellen Bedrohungen sowie der Vermeidung von wirtschaftlichem Schaden. Dies erfordert einerseits konkrete Regeln für den Umgang mit Daten und Informationen und zum anderen geeignete Zugriffs- Betriebs- und Ausfallssicherheitsmaßnahmen für Systeme der Informationsverarbeitung und Datenhaltung einschließlich der Mobilgeräte und darauf installierter Business-Apps. Firmeninterne Security-Konzepte, welche im Rahmen des Datenschutzes die Unantastbarkeit personenbezogener Informationen zum Ziel haben und Datensicherheits-Strategien gegen Verlust oder Beschädigung von Daten beinhalten, sind daher von elementarer Bedeutung.

Datensicherheit im Kontext mit Cloud-Computing und mobiler Kommunikation

Moderne Informationsverarbeitung setzt voraus, dass Datenbestände in einer Cloud oder einem anderen webbasierten Netzwerk (z.B. Intranet) zur Verfügung gestellt werden, damit alle Mitarbeiter unabhängig von ihrem Standort auf den aktuellen Datenbestand zugreifen können. Um der diesbezüglich etwa bei Dienstleistern in Gewerbe und Handwerk nach wie vor bestehenden Skepsis entgegenzuwirken, ist dem Thema Sicherheit höchste Priorität einzuräumen. Aus dem Cloud-Nutzungsvertrag müssen nicht nur Verwaltungs- und Nutzungsrechte eindeutig hervorgehen, der Cloudservice-Dienstleister hat auch sichere Datenverschlüsselungssysteme, eine 2-Faktor-Zutrittsauthentifizierung sowie einen Server-Standort innerhalb Deutschlands nachzuweisen, um nationalen Sicherheits-Standards vollinhaltlich zu entsprechen.

Lückenlose Kontrolle von Mobilgeräten ist wichtig

Besonders anfällig für unsachgemäßen Gebrauch sind Endgeräte für die mobile Kommunikation samt darauf gespeicherter Apps, da Business-Mobilgeräte von Mitarbeitern oft daheim verwendet, bzw. im Umkehrfall private Smartphones mitunter unkontrolliert in Firmenumgebungen verbracht werden. Es ist daher zu empfehlen, betrieblich genutzte Mobilgeräte durch eine betriebsinterne Verwaltungseinheit zentral zu organisieren. Einem derartigen Mobile-Device-Management (MDM) obliegt die Verantwortung für Updates sowie die Berechtigungsvergabe für Endgeräte, während Nutzungsrechte für Apps wie bisher von der Cloudverwaltung vergeben werden. Bei Verlust oder Diebstahl eines Smartphones sind alle im Gerät gespeicherten Daten über das MDM-Dashboard per Knopfdruck löschbar.

Folgende Punkte sind vor dem Einsatz mobiler Endgeräte zu klären:

  • Ist ein Mobile-Device-Management geplant?
    Falls nein, wer hat die Hoheit über das Mobilgerät hinsichtlich Updates, Berechtigungsvergabe etc.?
  • Wie ist es um die Datensicherheit und den Datenschutz gemäß DSGVO bestellt?
  • Welche Geräte und Apps sind für die mobile Kommunikation vorgesehen?
  • Dürfen firmeninterne Business-Mobilgeräte auch privat genutzt bzw. Privat-Handys dienstlich verwendet werden?
    Wenn ja, wer haftet für Schäden am Gerät, für Verlust oder Beschädigungen von Daten bzw. für Vergehen nach der Datenschutzgrundverordnung?

Sicherheit bei Business-Apps

Die Kurzform „Apps“ steht für „Application-Software“ und bezeichnet Mikroprogramme, die einem bestimmten Zweck dienen und etwa im Handwerk bzw. auf der Baustelle von großem Nutzen sein können. Die kleinen Helferlein sind überwiegend auf Smartphones oder Tablets installiert und werden meist direkt vom App-Store heruntergeladen. Bei diesem Vorgang sollte man allerdings Vorsicht walten lassen. Denn bei unseriösen Shops besteht die Gefahr, dass während des Downloads im Hintergrund kostenpflichtige Anwendungsprogramme laufen oder spezielle Dialer teure Telefonverbindungen aufbauen. Auch kann eine allzu sorglose Weitergabe persönlicher Daten an den Shop unliebsame Konsequenzen nach sich ziehen.

Worauf Sie bei der Nutzung von Business-Apps achten sollten

Leider existieren zahlreiche Schadprogramme, die dazu dienen, Apps zu kompromittieren. Folgende Grundregeln sollte daher jeder Nutzer beherzigen:

  • Apps nur aus offiziellen Online-Stores downloaden
    Smartphone-Apps sollten ausschließlich von autorisierten App-Stores der Hersteller bezogen werden.
  • Einstellungen überprüfen
    Speziell die Rechtevergabe von Apps sollte genau registriert werden. Geräte mit Android-Betriebssystem zeigen vorher an, welche Zugriffsrechte die neue App nach der Installation erhält.
  • Empfehlungen beachten
    Renommierte Online-Magazine wie CHIP oder Computer-Bild veröffentlichen laufend Testberichte, Bewertungen und Empfehlungen hinsichtlich aktueller Apps. Dies erleichtert die Entscheidung, ob sich ein Download lohnt.
  • Updates manuell durchführen
    Hersteller-Updates sollten niemals automatisch laufen, sondern einzeln durch den Nutzer abgerufen werden. So kann jede Änderung geprüft und gegebenenfalls abgelehnt werden.
  • Überflüssige Apps entfernen
    Apps, die nicht benötigt werden, bitte löschen. Denn jede zusätzliche App repräsentiert ein potentielles Angriffsziel für kriminelle Elemente.
  • Sicherheits-Software nicht vergessen!
    Eine vertrauenswürdige System-Security Software ist ein must-have für den Schutz Ihrer Apps gegen Viren und sonstige Schadprogramme.

Hinweis: Für optimale Betriebs- bzw. Datensicherheit sollte stets die aktuelle Version der jeweiligen App laufen!

Die Business-App im Handwerk

Arbeitsberichte oder Stundenzettel waren gestern, denn Apps für Handwerker und Monteure ermöglichen heutzutage die lückenlose Erfassung und Abrechnung von Leistungsnachweisen nach Datum, Uhrzeit, Mitarbeiter und Einsatzort. Zu erbringende Zusatzleistungen, die im ursprünglichen Auftrag nicht enthalten sind, können in der App nachträglich erfasst und vom Kunden per digitaler Signatur bestätigt werden. Dies ermöglicht eine genaue Kalkulation von Aufträgen sowie die Abrechnung externer, etwa auf einer Baustelle erbrachter Leistungen.

Fazit

Die sichere Nutzung von mobilen Endgeräten und Smartphone-Apps hängt in hohem Ausmaß vom individuellen Verhalten des Anwenders sowie von den organisatorischen Rahmenbedingungen (Stichwort: „Mobile-Device-Management“) ab. Werden die in diesem Beitrag enthaltenen Sicherheitshinweise beachtet, steht einer Verwendung mobiler Kommunikationstechnologie mit kalkulierbarem Risiko nichts im Weg.

 

Foto: © Scanrail / stock.adobe.com

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Vom Einsatz neuer Werkzeuge wie Drohnen, 3-D-Drucker und Cobots über Softwarelösungen für die Optimierung von Betriebsabläufen bis zur Positionierung des eigenen Unternehmens als Marke – das Handwerk hat in den vergangenen Jahren eine spannende Entwicklung erlebt.

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