Ökosysteme: Innovationen im Handwerk gemeinsam entwickeln

Ökosysteme: Innovationen im Handwerk gemeinsam entwickeln​

Auch wenn die Auftragslage gut erscheint und der Ruf nach Fachkräften nicht verstummt, gibt es Handwerksunternehmen, die konsequent neue Ideen entwickeln oder ihr Geschäftsmodell weiterbringen. Getrieben von der Frage „Wie kann man in Zeiten des disruptiven Wandels seine Zukunft selbst gestalten?“ sind diese Unternehmer ständig auf der Suche nach Möglichkeiten, Innovation zu kultivieren. So können neue Geschäftspotenziale durch sogenannte Ökosysteme gefunden und vor allem vorangetrieben werden.

Worum geht es?

Der Ökosystem-Ansatz stellt hierfür eine Möglichkeit dar, liefert er doch neue Modelle, die eine Vielzahl von Marktteilnehmern ins Boot holen und miteinander vernetzen. Das Konzept der Ökosysteme ist insbesondere in der letzten Zeit wichtiger geworden und hat weite Teile der Wirtschaft umgestaltet. Für einen Großteil des Handwerks ist dieses Prinzip allerdings noch Neuland.

In einem Ökosystem sind viele der für den Innovationsprozess relevanten Akteure miteinander vernetzt. Damit erhalten Unternehmen einen gezielten Zugang zu Ressourcen und Expertisen, um Produkte oder Geschäftsmodelle zügig zu entwickeln und zur Marktreife zu bringen. Dabei spielt es eine große Rolle, wie hoch die Innovationsbereitschaft und wie gut das Innovationsklima in einem Unternehmen bereits ist, welchen Reifegrad die neuen Ideen haben und welche finanziellen, personellen und organisatorischen Ressourcen vorhanden sind. Dementsprechend kann ein Unternehmen mit seinen Innovationsvorhaben im Ökosystem lediglich andocken, kollaborieren oder die Innovationsaktivitäten komplett dorthin auslagern – bis hin zu einer neuen Unternehmensgründung.

Da zukunftsorientierte Innovationsarbeit heute auf Vernetzung basiert, sind Kooperationen mit Hochschulen und Forschungsinstituten, mit Start-ups und anderen Handwerksunternehmen, aber auch mit Herstellern oder Großhändlern essenziell. Genau das kann ein Ökosystem leisten: Es stellt diese Kontakte her, entwickelt sie weiter, baut Brücken und vernetzt die Verantwortlichen auf Augenhöhe. 

Man muss sich die enorme Dynamik der Vernetzung vor Augen halten, um zu verstehen, wie wichtig die Einbeziehung von strategischen Partnern ist. Letztlich setzen die so entwickelten Geschäftsmodelle auch Innovationsanreize im gesamten Netzwerk. 

Brancheninternes und branchenübergreifendes Netzwerk

Der Austausch gewerksgleicher und gewerksübergreifender Unternehmen untereinander ist wichtig, um zu sehen, was hinter dem eigenen Tellerrand liegt. Neben dem Austausch von Best Practices ist es von Vorteil, Kenntnisse und Transparenz im eigenen Gewerk zu erlangen sowie übergreifend Impulse einzuholen und zu setzen. Nicht nur eine gute Vernetzung in der lokalen Szene steht dabei im Fokus, sondern auch die Anbahnung von überregionalen bis hin zu internationalen Kontakten.

Fazit

Ökosysteme unterstützen in der Regel vor allem dadurch, dass sie Netzwerke, Labs, Räumlichkeiten und Infrastruktur zur Verfügung stellen, damit Innovationen von Gründern und etablierten Unternehmen wachsen können. Selbst wenn Innovationsaktivitäten bereits stattfinden: In einem Ökosystem herrscht eine vollkommen andere Dynamik. Innerhalb eines Ökosystems sollte idealerweise ein Unternehmen die Führungsrolle übernehmen, das alle Ressourcen des Ökosystems steuert und orchestriert – mit dem fokussierten Ziel der zuverlässigen, schnellen und erfolgreichen Lieferung von Innovation sowie deren Kommerzialisierung.

Foto: freepik.com

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