Wertschöpfung im Handwerk neu denken

Wertschöpfung im Handwerk neu denken​

Durch die Digitalisierung erhält Wertschöpfung eine erweiterte Bedeutung. Sie verwandelt sich zunehmend in einen dynamischen Prozess. Die bislang wichtigsten Wertschöpfungsfaktoren, wie Rohstoffe, Arbeit und Kapital werden ergänzt durch eine neue Ressource: die digitale Aufbereitung und Vernetzung von Daten. Damit sind Handwerksunternehmen in der Lage, flexibel auf wechselnde Rahmenbedingungen und Kundenanforderungen zu reagieren. Wer das Thema Digitalisierung nicht nur als rein technisches Thema sieht, sondern auch Arbeitskultur und Kommunikation mit den Kunden in die digitalen Veränderungsprozesse miteinbezieht, ist bestens aufgestellt.

Ganzheitliche Wertschöpfung 

Nehmen Sie als Beispiel die digitale Weiterentwicklung der Beziehungen zu Ihren Geschäftspartnern und Kunden. Durch digital gestützte Geschäftsabläufe und durch die Art, wie Sie Ihre Produkte und Dienstleistungen in Zukunft digital planen, erzeugen, vermarkten und „ausrollen“, können Sie den Begriff Wertschöpfung für sich neu definieren. 

Wenn Sie Markt- und Branchenwissen zweckgebunden mit Partnern und Kunden digital teilen, können Sie die Wertschöpfungskette Ihres Unternehmens erweitern und so einen Erfolgsfaktor hinzugewinnen. In solchen interessengesteuerten und dynamischen digitalen Wertschöpfungsnetzwerken werden Kommunikation und Austausch von Wissen und Daten schnell und unkompliziert funktionieren – je nach Anforderung auch automatisiert. Arbeit wird somit zum Vorteil der Netzwerkteilnehmer verstärkt ge- und verteilt. 

Smarte Prozesse dank digitaler Wertschöpfung

Durch die digitale Vernetzung einzelner Schritte der Wertschöpfung Ihres Unternehmens können Sie beispielsweise Veredelungs- und Weiterverarbeitungsprozesse und damit zusammenhängende Logistikketten optimieren. Das führt zu beschleunigter Produktion und vermindert zeitliche Brüche.  Dazu gehört im Kleinen zum Beispiel das Sharing von teuren Maschinen wie 3-D-Druckern via Internet oder im Großen die umfassende digitale Zusammenarbeit am Bau nach dem Muster des Building Information Modeling (BIM).

Nicht zuletzt lassen sich zusätzlich durch die konsequente Digitalisierung des Wissens auch spezifische Kundenbedürfnisse feiner auflösen und durch ergänzende (digitale) Services präziser erfüllen. Somit können Sie neuartige, auf Digitalisierung basierende Produkte bzw. Dienstleistungen wie digitale Fernwartung von Anlagen oder ganz einfach ein Terminbuchungs-Tool auf Ihrer Website in Ihre Wertschöpfung implementieren.

Foto: © NDABCREATIVITY / stock.adobe.com

Netzwerk Handwerk.DIGITAL

Gemeinsam mit Experten und anhand erfolgreicher Beispiele aus der Praxis beleuchten Netzwerk Handwerk und Netzwerk Handwerk.DIGITAL richtungsweisende Themen beleuchtet. 

Inspiriert sind die Schwerpunkte von der Trendmap Handwerk, die 25+8 zentrale Trends im Handwerk bis ins Jahr 2025 aufzeigt.

Zielgruppe der analogen und digitalen Veranstaltungen sind:

  • Handwerksunternehmer
  • Start-ups
  • Architekten und
  • Planungsbüros

DIE TRENDMAP HANDWERK

Die Trendmap Handwerk wirft einen Blick in die Zukunft und beleuchtet die Trendthemen der Branche. Sie umfasst vier große Cluster: Automation | Engagement | Marketing | Networking

„25 Trends für 2025“ – so ist der Titel der Trendmap Handwerk, die einen Blick in die Zukunft der Branche wirft. Auf der Internationalen Handwerksmesse 2019 wurden die Trendmap Handwerk und sechs Trends daraus vorgestellt.

Entwickelt wurde die Trendmap von Trendforscher Peter Wippermann, Gründer der Trendforschungsagentur Trendbüro, zusammen mit der GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH, die die Internationale Handwerksmesse veranstaltet.

Vom Einsatz neuer Werkzeuge wie Drohnen, 3-D-Drucker und Cobots über Softwarelösungen für die Optimierung von Betriebsabläufen bis zur Positionierung des eigenen Unternehmens als Marke – das Handwerk hat in den vergangenen Jahren eine spannende Entwicklung erlebt.

Dieter Dohr, Vorsitzender der Geschäftsführung der GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH, erklärt: „Die Internationale Handwerksmesse als Leitmesse für das gesamte deutsche Handwerk, ist immer wieder Bühne für Ideen und Innovationen, auf der Besucher die Trends aus dem und für das Handwerk erleben.

Als führender Messeveranstalter für das Handwerk in Deutschland wollen wir nun einen Schritt weitergehen und gebündelt die wichtigsten Entwicklungen aufzeigen, die das Handwerk in den kommenden Jahren beeinflussen. Durch die Trendmap Handwerk sollen Betriebe erkennen, in welche Richtung sich die Branche entwickelt, welche Chancen sich daraus ergeben und was sie beachten müssen, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein.“